Dorsten-Aktuell


22.08.2017
 

Tattoos: Kunst, die unter der Haut steckt

Als 1991 die Mumie des "Manns vom Hauslabjoch" – besser bekannt als „Ötzi“ – gefunden wurde, konnten an seinem Körper fast 60 Tätowierungen gezählt werden. Somit ist bewiesen, dass es bereits vor mehr als 5000 Jahren Tattoos gab. Es wird angenommen, dass die Tätowiertradition in Japan sogar schon um die 12.000 Jahre alt ist. Das Wort Tattoo selbst kommt aus dem Tahitianischen: Es bedeutet "einschlagen“ oder , einbringen" und beschreibt diese Art und Weise des Färbens der Haut. Was bei einer Tätowierung zu beachten ist, erklärt der Inhaber von „Five Peaks“ Thomas Schubert in Dorsten.

meinDorsten.de:
Thomas, was bedeutet Dein Firmenname „Five Peaks“?
Thomas Schubert:
Das heißt übersetzt: „Fünf Spitzen“. Das hatte seinerzeit keine spezielle Bedeutung, es klang gut und ist einfach ein schöner Name. Der Stern im Logo ist ja der Mittelpunkt und der hat fünf Spitzen.

meinDorsten.de:
Seit wann bist Du als Tattoo-Künstler tätig?
Thomas Schubert:
Schon fast 25 Jahre.

meinDorsten.de:
Hat sich die Tattoo-Technik seither sehr verändert?
Thomas Schubert:
Die Maschinen haben sich schon verändert. Früher gab es hauptsächlich Spulenmaschinen oder es wurde von Hand tätowiert, per „Hand Poked“. Die Technik als solche hat sich nicht verändert, aber die Ansprüche der Menschen, der Kunden sind anders geworden.

meinDorsten.de:
Anfangs war es eher ein Jugendkult, doch heute zieht sich das Tattoo durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Wie erklärst Du Dir das?
Thomas Schubert:
Ich denke mal, insgesamt sind die Menschen offener geworden und wollen sich selbst individualisieren und das machen viele eben durch Tattoos.

meinDorsten.de:
Kann man sich als Tätowierer weiterbilden?
Thomas Schubert:
Ja klar, für Tätowierer gibt es sehr viele, unterschiedliche Kurse. Werden meist von Profis, also ebenfalls Tätowierer aus der Szene angeboten.

meinDorsten.de:
Wie kannst Du einen Kunden beraten, der zwar ein Tattoo möchte, aber nicht weiß, für welches Motiv er sich entscheiden soll?
Thomas Schubert:
Das ist eine ganz schwierige Sache. Wenn sich jemand nicht sicher ist, welches Motiv, welche Schrift er/sie haben möchte, dann schicken wir diese Leute erst noch mal nach Hause, bis sie sich überlegt haben, was sie wirklich möchten. Wir können zwar Tipps geben, aber das ist eben unser eigener Geschmack und der trifft nun mal nicht auf alle Leute zu.
In unserer Zeit dienen Tattoos meist lediglich zur Zierde des Körpers. Manche haben für ihren Träger eine persönliche Bedeutung, sollen ihn zum Beispiel an einen geliebten Menschen erinnern. Tattoos besitzen mittlerweile aufgrund ihrer großen Verbreitung eine verhältnismäßig hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Wer heute mit einer Tätowierung auffallen und schocken will, lässt sich dort tätowieren, wo es permanent sichtbar ist: Auf den Händen, dem Hals oder dem Gesicht. Derartige Tattoos wirken auf die meisten von uns immer noch provokant.
Wichtigster Schritt in der Etablierung des Tätowierens in unserer Gesellschaft war wohl die Erfindung der elektrischen Tätowiermaschine durch den Amerikaner Samuel O’Reilly im Jahre 1891. Bis in die 1980er-Jahre wurden Tattoos meist von Rockern, Gefängnisinsassen oder Gangmitglieder getragen. Das hat sich geändert: Heute tragen 20 Prozent der Deutschen zwischen 15 und 25 Jahren ein oder mehrere Tattoos.


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